Mehr Bilder, als Worte

Dies wird in erster Linie mal wieder ein Blog zum Gucken. Hier in Europa liegen die Dinge doch wesentlich enger beieinander, so dass ich gar nicht recht hinterherkomme mit meinen Bildern. 

Aber es lohnt sich als Erinnerung. Man vergisst doch extrem schnell wo und wann was war.

Wir verließen Lissabon bei wirklich schlechtem Wetter über eine gigantische Brücke hinweg über den Rio Tejo.

 

Wir steuerten zu auf unseren nächsten Übernachtungsplatz, einer ganz kleinen einsamen Bucht zu erreichen über eine kilometerlange Piste (Grüße an Südamerika). Da ging dann das Unwetter erst richtig los. Mit grandiosen Farben!

Am nächsten Tag wieder schönes, sonniges Wetter. Auf zum Praia do Amado. Er wurde im Reiseführer als ganz besonders schön empfohlen.

 

Die Landschaft war unglaublich lieblich. Da braucht man auch nur "Light"planken.

Dann kam eine Strecke mit Wäldern rechts und links der Straße. Am Anfang dachte ich immer „ schade, dass die Bäume unten rum alle so verbrannt sind“. Als sich das dann aber über rund 100 km hinzog kamen auch mir Unwissenden so meine Zweifel. Tja, wo sind wir? Im Land der Korkeichen. Und warum gibt es jetzt überall Plastikkorken? Weil die armen Korkeichen schon ganz nackig sind. Soll Jahrende dauern, bis die Rinde wieder nachwächst.

 

Martin hat erfolglos versucht ein Stück abzuschneiden. Chancenlos. Das Zeug geht wohl nur mit schwerem Gerät ab.

Und dann kam der Strand. Joa. Das ist was ganz Feines. Man steht oben auf den Klippen und hat einen super Blick. Die Stimmung beim Sonnenuntergang war grandios. 

Am nächsten Tag ging es weiter nach Lagos. Nun, ja. Hat uns nicht vom Hocker gerissen. Nett halt, aber super verschlafen und winzig klein. Im Januar schließen offensichtlich einige Geschäfte hier an der Algarve und die Besitzer machen Urlaub. Oha. Die Anzahl der fröhlichen Renter, die mit ihren weißen Joghurtbechern ihre Rente beim Überwinter verpulvern, hat hier unten an der Algarve doch schon merklich zugenommen. Wenn das dann noch die leerste Zeit sein soll?? Aber glücklicherweise stehen diese Herrschaften lieber schön mit Strom und allem Pipapo auf den Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen. Man möchte ja was von seiner Sattelitenschüssel haben, die selbstverständlich als erstes ausgerichtet wird.

Ein echter Hingucker war die Landzunge Ponta da Piedade, Lagos südliche Landspitze.Sie präsentiert sich total bizarr und grottenzerfurcht. Von den Küstenpfaden auf den Klippen hat man traumhafte Ausblicke. Ich hoffe Ihr wisst mein furchtloses Heranschreiten direkt an die Klippenränder zu würdigen.

 

Und dann sahen wir das:

 

Unverbesserlich dieser Menschenschlag. Schon im Vale de la Luna in Atacamawüste fielen die Asiaten durch tollkühnste Posen an den unglaublichsten Orten auf. Egal, ob es 10 cm weiter mehrere hundert Meter hinab geht. Diese junge Dame zeigt aber eindrucksvoll, wie sehr doch ein liebend Weib ihrem Manne vertrauen kann/muss

Die nächste Fahrt führt uns in die Serra de Monchique und dort erst einmal auf den „Gipfel“ des Berges Fòia (immerhin 902 Meter, kann ja nicht alles 4.765 Meter hoch sein). Dort sind zwar jede Menge Antennen aufgestellt, aber der Blick rundherum war super. Die Übernachtung mega ruhig und unsere Wanderung am nächsten Vormittag ein Genuss. Übrigens, die Inka waren offensichtlich auch hier in Portugal. Jedenfalls sahen die mühevoll errichteten Terrassen der vielfach verlassenen Höfe ähnlich aus wie die in Peru.

 

Der Weg zurück durch die Serra Richtung Stausee Barragem do Agade (nächster freier Übernachtungsplatz) erinnerte uns doch tatsächlich an Kolumbien. Aber hier wachsen einem die Zitronen direkt durch das Autofenster.

 

Am nächsten Vormittag fuhren wir nach Silves, das mich vor allem wegen der vielen Störche, die dort auf jedem Mast hocken beeindruckte. Beeindruckt hat mich auch der Umstand, dass unsere DKB Kreditkarten in keinem der 5 Banken funktionierte. Oha. Anruf in Berlin. Antwort des bemühten Mitarbeiters. Tja, also es sei gar keine Prüfung der Kartendaten zu sehen. So, als sei sie gar nicht erst ausgelesen worden. Vielleicht sind sie kaputt? Seien wir eventuell Mal in einem starken Magnetfeld gewesen? Ja, klar, mit der ganzen Liesel.  Macht doch jeder, oder???

 

Aber da kam der gute alte Lidl zu Hilfe. Rein da und da stand doch tatsächlich auch ein Geldautomat. Karten rein und zack. Geht doch. Wollen uns wohl foppen die Portugiesen!!! Da es aber mittlerweile von Lidls nur so wimmelt, gehen wir halt jetzt immer zur „ Lidlbank“.

Und nun stehen wir hier. Bisher unser absoluter Traumplatz. Als wir gestern Abend ankamen, gab es mal wieder einen herrlichen Sonnenuntergang. Es ist superschön hier. Die Womos können versteckt in einem Grünbereich vor dem Dünengürtel stehen, dahinter der Strand und das Meer. Sogar eine Schafherde zog vorbei. Wie idyllisch ist das denn bitte? Emma war von den Schafen tief beeindruckt (und ja, durfte auf meiner Sitzbank sitzen und rausgucken).

 

So Ihr Lieben. Wir stehen hier jetzt erst einmal 2-3 Tage. Das Wetter ist grau und regnerisch. Aber mit Regenmontur toll zum Spazierengehen und hier in der Liesel ist es wunderbar gemütlich. 

Bis demnächst.

 

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