Und weiter geht die wilde Fahrt.....

Wir sind wieder unterwegs. Die Fortführung unserer Reise stand wirklich auf Messers Schneide. Diverse Pläne zur Rückholung der Liesel hatten wir schon geschmiedet. 

Erschwerend war hier der Umstand, dass Martin nicht nur kein Spanisch kann, sondern auch bar jeden Interesses für die moderne Technik ist. Wie bitte er sollte er allein die Liesel aus Ecuador über die Grenze nach Kolumbien bringen und dann auch noch quer durch das Land bis nach Cartagena kommen. Von der Organisation einer Verschiffung zurück nach Deutschland ganz zu schweigen.  Aber hier ließ Martin sich nicht unterkriegen. Er würde unsere Liesel retten. Das kriegt er hin.

Aber das wollte ich nicht. Ich wollte mit auf die Tour. Kann ja wohl nicht sein, dass so ein Bandscheibenvorfall alles zunichte macht.  

Wir müssen nun eben ein bisschen umdenken. Liegen ist das Zauberwort:

Obwohl ich zugeben muss, dass die Perspektive aus der Liegeposition doch etwas dürftig ist.

Was ich wegen unserer schnellen Rückkehr nach Deutschland noch nicht berichtet hatte, das "Unmögliche" war vor unserer Abreise nach Deutschgland wieder passiert. Blattfederbruch zwei und drei!!  Das Schicksal ereilte uns kurz vor Medellin.

Martin, da ist was. Das hört sich komisch an.  Quatsch. Nun hör doch mal auf mit dem Generve. Doch, da ist was. OK ,komm dann halte ich eben an. Hier mitten auf der Straße..... Mist, Du hast Recht, die Blattfeder vorne links ist gebrochen.

Da hätte ich einmal in meinem Leben so gar nicht " Recht" haben wollen. Nun, ja, wohin nun? In IOverlander finde ich in Medellin eine größere Werkstatt, die sich aber wohl eher auf Reifen sprzialisiert hat. Egal. Es ist bereits 17 Uhr und da haben wir wenigstens einen Anhaltspunkt. Die Werkstatt konnte uns dann tatsächlich nicht helfen, aber ließ uns auf dem bewachten Firmengelände übernachten und der Meister brachte uns am nächsten Morgen höchstperönlich zu einer geeigneten "Werkstatt". 

Und wieder die Frage : Na, wie wären wohl radebrechende Ausländer bei uns in Deutschland in einer Werkstatt behandelt worden, die für ihr Problem nicht zuständig ist?

Die "Werkstatt" entpuppte sich als Viertel, wo die LKW`s auf der Straße repariert werden. Ohne Grube, einfach mit Manpower mit einem Stück Pappe unter dem Auto. Ich hatte mich während der Reparatur in den Schatten geflüchtet und wurde von den Tagelöhnern, die auf Zuruf für die jeweiligen Werkstätten arbeiten, herzlich aufgenommen. 

 

Und nun noch ein Kuriosität zum Schluss. Ich dachte mein Navi spinnt, aber seht selbst:

 

Nun sind wir also wieder in Kolumbien. Wir haben uns nach dem anstrengenden Flug keinerlei Ausruhen gegönnt. Aus den Medien wussten wir, dass in Kolumbien die Panamericana durch Straßenblockaden der demonstrierenden Bauern zeitweise  unpassierbar ist. Wir landeten am Samstag in Quito und wurden von Hans abgeholt, der uns zu seiner " Finca Sommerwind" fuhr, wo unsere Liesel zwei Monate ruhig und sicher stand.

Das war natürlich super, da ich auch in Hans Wagen auf dem Rücksitz liegen konnte.

Wir starteten gleich am Sonntag Richtung Kolumbien, da wir meine Tochter Kim am Donnerstag in Cali am Flughafen abholen wollen. Bis jetzt haben wir Glück. Die Straße bis Popayan war frei. Wir ruhen hier jetzt erst einmal auf dem wunderschönen Ecocamping Rayos de Sol bis Mittwoch aus und fahren dann weiter. Auch Mia kommt. Sie holen wir dann in Bogota vom Flughafen ab.

Ich bin gespannt, wie sich unsere Rundreise mit den beiden Mädels gestaltet. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Britta (Dienstag, 14 Juni 2016 23:33)

    Ihr Lieben,
    Hoffentlich geht's dem Rücken bald besser und Ihr könnt Eure Zeit mit den Mädels schmerzfrei und unbeschwert genießen. Eine gute Weiterreise, es war sehr schön, dass wir Euch zwischendurch so unerwartet sehen konnten, aber nun kommt ohne weitere Unterbrechungen durch. Liebe Grüße

  • #2

    Katrin und Hans-Jürgen Kummer (Donnerstag, 16 Juni 2016 17:12)

    Hallo ihr Zwei.

    So ein Mist mit deinem Rücken. Wir haben uns so auf euere Weiterfahrt gefreut und jetzt
    diese Nachricht. Wir wünschen dir von ganzem Herzen GUTE BESSERUNG.
    Wir starten unsere Tour in 11 Tagen von Halifax aus. Ganz fest haben wir uns vorgenommen irgendwo mit euch zusammen zu treffen. Wir glauben weiterhin daran, Wanderfalten sind
    unbesiegbar!
    Bis bald Katrin und Hans-Jürgen

  • #3

    Christoph und Sylvia Schlendermann (Samstag, 18 Juni 2016 09:35)

    Liebe Reisende!
    Das freut uns aber sehr, dass es jetzt wieder weitergeht und wir bald wieder phantastische Fotos sehen und Reiseberichte lesen können.
    Wir hoffen und drücken die Daumen, dass es den Bandscheiben bald besser geht
    und ihr das Familientreffen in der Ferne so richtig genießen könnt.
    Bleibt zu hoffen, dass die Bandscheiben resistenter sind als Liesels Blattfedern.
    Die Zeit der Waschbrettpisten nähert sich hoffentlich dem Ende.
    Alles liebe und weiterhin eine gute Reise wünschen
    Sylvia und Christoph

  • #4

    Edel (Sonntag, 26 Juni 2016 14:35)

    Auch wir sind froh, daß Eure Reise weitergeht. Liebe Andrea, gute Besserung - hoffentlich geht es den Bandscheiben bald sehr viel besser.
    Viel Spaß mit Euren Kindern.

    Gute Reise und unsere Gedanken sind immer bei Euch
    Edel & Wolfgang